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Willkommen
Türkische Gesellschaft e.V.13347 Berlin Reinickendorferstrasse 45 Tel.030/74 78 91 45 Fax. 030/74 78 91 46 E-Mail mail@tg-berlin.org
Feste : Veranstaltungstermine 2011
am 12.05.2011 14:50:00 (485 x gelesen)

Nachbarschaftsfest Donaustrasse am 18.06.2011

Die Tuerkische Gesellschaft e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern und Besuchern fuer ihre Teilnahme und Unterstuetzung.
Wir hoffen Sie beim naechsten mal wieder begruessen zu duerfen.



Stadtteilfest Magdeburger Platz am 19.06.2011

Die Tuerkische Gesellschaft e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern und Besuchern fuer ihre Teilnahme und Unterstuetzung.
Wir hoffen Sie beim naechsten mal wieder begruessen zu duerfen.




Ein Fest fuer Moabit West am 25.06.2011

Die Tuerkische Gesellschaft e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern und Besuchern fuer ihre Teilnahme und Unterstuetzung.
Wir hoffen Sie beim naechsten mal wieder begruessen zu duerfen.

Über Uns : Vorwort
am 30.07.2009 15:20:00 (415 x gelesen)

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Vorwort


In den letzten 45 Jahren haben sich die Interessen der Türken hier in Deutschland vielseitig geändert.
Die Türken in Berlin und in Deutschland sehen nunmehr Deutschland als ihren Lebensmittelpunkt an. Grundlegend möchten die Türken in Deutschland unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft mehr Partizipation in der Gesellschaft.
Sie sehen sich als ein Teil der bundesrepublikanischen Gemeinschaft und wünschen sich neben der Partizipation auch den Erhalt ihrer kulturellen Identität.
Für die Partizipation gehört vor allem der Abbau bürokratischer Hürden und die Chancengleichheit.
Die sozio-ökonomischen Veränderungen haben im letzten Jahrzehnt die türkischstämmige Bevölkerung stärker belastet ,als die der Deutschen.
Um ein gesellschaftliches Gleichgewicht zu erreichen, ist vor allem die stärkere Förderung von sozial benachteiligten Gebieten und Bezirken sehr wichtig, die meist auch von Migranten bewohnt werden.
Es ist auch klar, dass an die türkische Community Veränderungen und Forderungen gerichtet sind , die auch an diese transportiert werden müssen.
Der türkischen Community ist dies auch recht bewusst, jedoch ist das Vorgehen der Politik in diesen Fragen meist einschränkend.
Von diesem Hintergrund aus stehen die Forderungen der Türkischen Gesellschaft an die Politik und Parteien.


Bildungspoltische Forderungen:

Die Bildung setzt nicht nur Maßstäbe für die Partizipation, sondern auch für die soziale Kompetenz der Gesellschaft. Deswegen ist die Förderung der Bildung die Hauptgrundlage der Forderungen. Die pauschale und einseitige Schuldzuweisung an die Migranten, dass sie nicht an der Bildung ihrer Kinder interessiert seien, ist unzutreffend und daher strikt zurückzuweisen. Bei der bildungspolitischen Entwicklung und Förderung der Migranten sehen wir die soziale Herkunft der Migranten sehr wichtig. Nicht der Wille oder Wunsch, sondern welche Hintergründe, Biographien diese Menschen haben ist sehr wichtig bei der Umsetzung der Bildungspolitischen Ziele.
In sozialschwachen Gebieten, dazu mit einem sehr hohen Migrantenanteil ist die Grundlage für eine geregelte Bildung nicht möglich. Diese muss mit besonderer Förderung stattfinden.
Die Bildung muss in den Kindergärten anfangen, die mit besonders geschulten Erziehern ausgestattet sein müssen. Des weiteren sollte eine Befreiung von Kindertagesstättengebühren stattfinden, damit sozialbenachteiligte Familien Ihre Kinder zur Betreuung geben können.
Die Klassenfrequenzen in diesen Gebieten müssen herunter gesenkt und die Ausstattung mit Lehrern garantiert werden. Der Unterrichtsausfall in diesen Gebieten ist recht hoch und nicht kompensierbar. Dadurch leidet die Qualität der Leistung der Schüler in hohem Maße. Des weiteren sehen wir es sehr wichtig Lehrer mit Migrationshintergrund in diesen Schule einzustellen.
Die Förderung der Muttersprache sollte vorrangig sein. Ein von Geburt aus vorhandener Vorteil sollte für die Entwicklung der Kinder genutzt werden. Eine angeborene Möglichkeit der Zweisprachigkeit sollte als Vorteil und nicht als Hinderung gesehen werden. Zweisprachige Bildung von der Grundschule aus sollte in großem Maße gefördert und gefordert werden.


Innenpolitische Forderungen:

Die innenpolitischen Forderungen richten sich vor allem in der Partizipation an gesellschaftlicher Mitarbeit. Dazu finden wir es sehr wichtig im kommunalen Bereich auch für nicht EU-Bürger das Wahlrecht zu geben. Dadurch entwickeln wir eine gemeinsame kommunale Ebene. Die Bereitschaft der Menschen in ihr Umfeld mehr mitzuwirken und auch gemeinsam an der Gestaltung teilzunehmen. Dadurch wird die Arbeit der Kommunen gefördert und die Migranten nehmen mehr am gesellschaftlichen Leben teil und fördert somit wir die Integration.
Der Anteil an Migranten in der Bürokratie muss stärker berücksichtigt werden. Der Zugang zu den Migranten wird sprachlich und kulturell erleichtert und die Migranten fühlen sich nicht missverstanden.
Grundlage der Innenpolitik ist die Sicherheit der Bürger und auch die der Bürger nichtdeutscher Herkunft.
Bei der Sicherheitspolitik dürfen die Maßnamen nicht restriktiv gehandhabt werden. Die Behandlung der Migranten in der Öffentlichkeitsarbeit sollte noch offener gestaltet werden.
Das Zuwanderungsgesetz wird nach unserer Erfahrung sehr restriktiv eingesetzt. Die Ausländerbehörden und auch sonstige Behörden nutzen das Gesetzt nicht zur Integration sondern zur Abschiebung aus. Mit dieser Methode hat Deutschland noch nicht erkannt, dass sie ein Einwanderungsland ist. Das wird nicht die Einstellung der Menschen zur Integration fördern, sondern sie noch mehr in die Isolation führen. Deswegen fordern wir vor weiteren Maßnahmen der Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes abzusehen und die jetzigen Maßnahmen zu lockern.

Jugendpolitische Forderungen

Unter der hohen Arbeitslosigkeit und schlechter Ausbildungsmöglichkeit leiden junge Türken und Migranten sehr. Die Bezirke und Quartiere in denen sie leben sind sozial benachteiligt.
Die Schaffung von mehr Freizeitmöglichkeit und sozialer Arbeit in diesem Gebieten ist stärker zu berücksichtigen. Die Isolation in ihre Bezirke, in ihre Community und die Verdammnis zur Arbeitslosigkeit ist ein besonderer Kampf für die junge Generation, in dem sie im Allgemeinen alleine gelassen sind und als Verlierer dastehen.
Weiterbildungsmaßnahmen für Junge Türken und Migranten sollten nicht dem Zweck einer Alibifunktion übernehmen, sondern sie tatsächlich zu einer richtige Ausbildung und Weiterbildung führen. Hierbei könnte man noch erwähnen, das türkischstämmige Gewerbetreibende und Unternehmen als Ausbildungsplätze gefördert und unterstütz werden können. Dazu gehört ein intensiver Einsatz von Maßnahmen um diese Einrichtungen dazu zu gewinnen.

Arbeitsmarktpolitische Forderungen

Der Arbeitsmarkt hat sich im letzten Jahrzehnt vehement verändert. Der Zugang zu Arbeitsmarkt findet entweder über den Dienstleistungssektor oder über hochqualifizierte Berufe statt. Deswegen fordern wir eine stärkere Berücksichtigung zur Ansiedlung der Industrie in Berlin. Hier muss der Staat offensiver rangehen und eine industrielle Entwicklung der Region fördern. Das würde der hohen Arbeitslosigkeit vor allem unter den Migranten entgegensteuern.
Vor allem Menschen im mittleren Alter leiden unter struktureller Veränderung, weil die Qualifizierung nicht ausreichend ist oder die Qualifizierung für industriebezogene Arbeit ausgelegt ist.

Die Ausbildungsmöglichkeit von jungen Türken oder Deutschen mit türkischen Hintergrund sollte gefördert werden. Der Zugang von jungen Migranten ist nicht nur auf schlechte Bildung zu führen , sondern auch ihre Herkunft spielt bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen eine Rolle. Diese versteckte Diskriminierung ist bei den jungen Türken bewusst und hat vielseitige negative Effekte. Eines davon ist, das sie die Lust und Motivation verlieren sich weiter zu entwickeln und zweitens sie fühlen sich von der Gesellschaft abgeschottet.
Um dies zu verhindern wäre eine separate Förderung von Türken und Migranten notwendig, damit der Diskriminierung entgegengewirkt werden kann.

Allgemeine gesellschaftspolitische Forderungen


Eine der wichtigsten Veränderungen der letzten Jahre ist die nicht erwartete Nichtrückkehr der Türken und das Resultat einer älter werdenden türkischen Gesellschaft. Hierbei ist das Angebot für diese Generation nicht nur ungenügend, sondern fasst gar nicht vorhanden. Bisher konnte die Community diese Probleme selbst lösen, jedoch wird mit der Zeit auch dies schwieriger. Vor allem diese Generation, die an der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands viel beigetragen hat, sollte man mit Angeboten honorieren. Die Migrantenarbeit in der Alten- und Seniorenhilfe ist kommunal stärker zu berücksichtigen und zu fördern. Wegen kulturellen und sprachlichen Barrieren fällt es den türkischen Senioren schwer an den allgemeinen Angeboten teil zu nehmen.

Bei unserer Arbeit haben nicht nur wir die Erfahrung gemacht, das wir als Organisationen viel mehr Zugang zu den Türken haben und auch größere Wirkung zur sozialen Entwicklung steuern können. Deswegen sehen wir die Förderung unserer Kompetenzen als notwendig und die größere Teilhabe an kommunalen- und Landesprojekten mit wichtigen Steuerungsfunktionen. Es ist schwierig mit und gegen große Träger, die nicht nur landesweit sondern auch bundesweit Einfluss haben, sich zu messen. Bei der Lösung der Probleme von Bürgern mit türkischem Hintergrund wären die türkischen Organisationen als Träger der ideale Partner, die in Zukunft viel stärker bevorzugte werden sollten.
Hierbei ist zu erwähnen, dass diese Organisationen nicht nur angehört werden sollen, sondern auch intensiver in das Geschäft einbezogen und als Träger für soziale Projekte genutzt werden.

 
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